Rheda-Wiedenbrück, Stadt

Rheda-Wiedenbrück, Stadt

Rheda-Wiedenbrück ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Gütersloh. Am 15. Mai 2022 (Zensusstichtag) hatte Rheda-Wiedenbrück 47.502 Einwohner („Amtliche Einwohnerzahl“).

Die folgende Karte zeigt mit einer Auflösung von 100 Metern, wie sich die Einwohnerzahl auf das Gemeindegebiet kleinräumig verteilt. Jedes Kreissymbol steht ungefähr für die Fläche eines Fußballfeldes.

Einwohnerzahl (absolut)

Die Daten für diese und die weiteren Karten stehen für Gitterweiten von 10km, 1km und 100m auf der amtlichen Seite zensus2022.de zur freien Verfügung.

Regionalvergleich, Verwaltungsgliederung

ARS Name Einwohner Ew/qkm
057540020020 Herzebrock-Clarholz 16.398 207
057540040040 Steinhagen (Kreis Gütersloh) 19.821 351
057540012012 Halle (Westf.), Stadt 21.189 304
057540048048 Versmold, Stadt 21.303 249
057540016016 Harsewinkel, Die Mähdrescherstadt 25.137 250
057540044044 Verl, Stadt 25.286 354
057540036036 Schloß Holte-Stukenbrock, Stadt 26.120 387
057540032032 Rietberg, Stadt 29.284 265
057540028028 Rheda-Wiedenbrück, Stadt 47.502 548
057540008008 Gütersloh, Stadt 99.344 887
05754 Gütersloh 359.571
05 Nordrhein-Westfalen 17.890.489
DG Deutschland 82.719.540

Altersaufbau

Die Bevölkerungspyramide zeigt den Altersaufbau für Rheda-Wiedenbrück im Jahr 2022. Darüber gelegt (soweit vorhanden) ist die Altersstruktur von 2011. Die Animation verdeutlicht, wie die am Ort gebliebene Bevölkerung in diesem Zeitraum von elf Jahren gealtert und sprichwörtlich durch den Altersbaum gewachsen ist.

Die Alterspyramide für die Gemeinde Rheda-Wiedenbrück zeigt die absoluten Einwohnerzahlen nach Geschlecht für alle Altersjahre von 0 bis 100 an.

Einzelne Quartiere innerhalb der Gemeinde haben mitunter eine ganz andere Altersverteilung. Die Karte Seniorenanteil zeigt für 100m Gitterzellen diese räumliche Verteilung auch über die Grenzen der Gemeinde hinaus.

Bevölkerungsanteil ab 65 Jahren

Staatsangehörigkeiten

Am 15. Mai 2022 besaßen in Rheda-Wiedenbrück 79,9 % der Einwohner die deutsche Staatsangehörigkeit. Die 10 häufigsten ausländischen Staatsangehörigkeiten in Rheda-Wiedenbrück sind:

Staatsangehörigkeit Personen % Bund %
Rumänien 2.806 5,9 0,9
Polen 1.534 3,2 0,9
Türkei 1.131 2,4 1,6
Bulgarien 601 1,3 0,4
Nordmazedonien (bis 2019: Mazedonien) 359 0,8 0,1
Syrien 324 0,7 1,0
Italien 278 0,6 0,7
Irak 267 0,6 0,3
Ukraine 253 0,5 0,8
Griechenland 180 0,4 0,4

Weitere Aufgliederungen der Staatsangehörigkeit finden sich in der Zensusdatenbank, z.B. nach Alter (10er-Jahresgruppen), Geschlecht und Familienstand, um nur einige zu nennen.

Geburtsländer

In Rheda-Wiedenbrück wurden 72,2 % der Einwohner in Deutschland geboren. Die 10 häufigsten ausländischen Geburtsländer in Rheda-Wiedenbrück waren zum Stichtag:

Geburtsland Personen % Bund %
Rumänien 2.642 5,6 1,1
Polen 2.530 5,3 2,2
Russische Föderation 1.431 3,0 1,3
Türkei 1.393 2,9 1,6
Kasachstan 667 1,4 1,1
Nordmazedonien (bis 2019: Mazedonien) 534 1,1 0,2
Syrien 405 0,9 0,9
Bulgarien 358 0,8 0,4
Ukraine 346 0,7 0,9
Irak 261 0,5 0,3

Die Zensusdatenbank bietet überdies Auswertungen zu Geburtsländern u.a. nach Alter (Jahresschritte) oder Geschlecht an.

Neu hier oder alteingesessen – wie lange Haushalte am Ort wohnen

Die Wohndauer basiert auf dem Einzugsjahr der Person, die am längsten in der Wohnung oder dem Einfamilienhaus wohnt. Im Balkendiagramm wird die Wohndauer in Jahren für Rheda-Wiedenbrück der Verteilung für Deutschland gegenübergestellt.

Wenn Ihre Gemeinde nicht repräsentativ ist, können Sie in der Zensusdatenbank die Werte für Landkreise und kreisfreie Städte abrufen. Entweder direkt in Tabelle 5000H-1008, aus der sich obiges Diagramm speist, oder in der Kombination mit dem Merkmal Miete der Wohnung.

Große und kleine Familien

Im Balkendiagramm wird die Größe der Kernfamilie dargestellt, und zwar für Rheda-Wiedenbrück im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen und Deutschland

In der Zensusdatenbank stehen zum Thema Familien 26 Tabellen bereit, die jeweils unterschiedlich konfiguriert werden können.

Mietpreise

Im Schnitt betrug die Nettokaltmiete in Rheda-Wiedenbrück am Stichtag 6,57 €/qm.

Die Höhe der Miete hängt von vielen Merkmalen ab (Baujahr, Modernisierung, Größe, Ausstattung, Nachfrage, Altverträge vs. Neuvermietung). Gerne sprechen Makler aber auch von den drei Faktoren: Lage, Lage, Lage. Diese ist mit dem Zensus nicht zu erfassen, es lassen sich aber Rückschlüsse durch die kleinräumige Kartierung der Quadratmetermiete im 100m-Gitter ziehen.

Nettokaltmiete

Mietniveau in den Nachbargemeinden

In der Tabelle werden die 15 benachbarten Gemeinden von Rheda-Wiedenbrück nach den Mietpreisen absteigend sortiert. Angegeben ist die durchschnittliche Nettokaltmiete in Euro je Quadratmeter aus bestehenden Mietverträgen (Stichtag 15. Mai 2022). Diese liegt im Allgemeinen deutlich unter den Werten, die Immobilienportale für Neuvermietungen ausweisen.

ARS Name €/qm Vermietete Whg. Leer­stehend Einwohner
057540028028 Rheda-Wiedenbrück, Stadt 6,57 11.228 564 47.502
057540008008 Gütersloh, Stadt 6,47 26.235 1.563 99.344
057540044044 Verl, Stadt 6,34 5.011 313 25.286
057540032032 Rietberg, Stadt 6,12 5.380 382 29.284
057540020020 Herzebrock-Clarholz 6,03 3.056 192 16.398
059740028028 Lippstadt, Stadt 5,98 18.361 1.075 68.100
057540024024 Langenberg 5,95 1.385 113 8.359
057540016016 Harsewinkel, Die Mähdrescherstadt 5,93 4.323 277 25.137
057540012012 Halle (Westf.), Stadt 5,91 4.722 403 21.189
057540040040 Steinhagen (Kreis Gütersloh) 5,89 4.638 328 19.821
057740020020 Delbrück, Stadt 5,77 5.130 320 31.570
055700008008 Beckum, Stadt 5,64 8.158 598 36.692
055700028028 Oelde, Stadt 5,59 6.172 402 29.704
055700048048 Wadersloh 5,54 1.868 162 12.619
055700012012 Beelen 5,54 948 78 5.976
055700020020 Ennigerloh, Stadt 5,45 3.727 267 19.723

In Umlandgemeinden und ländlichen Gebieten ist der Anteil der selbst genutzten Einfamilienhäuser oft hoch, sodass bei den durchschnittlichen Mietpreisen auch in Betracht gezogen werden sollte, wieviele Mietwohnungen es in der Gemeinde überhaupt gibt.

Eigentümerquote

Deutschland ist im europäischen Vergleich ein Land der Mieterinnen und Mieter. Die Eigentümerquote variiert aber stark zwischen Stadt und Land sowie Ost und West. Für die Gemeinde Rheda-Wiedenbrück betrug sie 48,9 %. Dieser Wert sagt etwas aus über die Art der Wohnungsverfügbarkeit. Für die Kommune bedeutet das Wohnen in den eigenen vier Wänden weniger Fluktuation. Schließlich kann diese Kennzahl Anhaltspunkte für die finanzielle Absicherung im Alter geben.

Vor allem in Städten gibt es ein starkes Gefälle von hohen Eigentumsquoten am Rand und deutlich niedrigeren Werten in den Zentren. Das genaue Bild in Rheda-Wiedenbrück zeigt die folgende Karte.

Eigentümerinnen und Eigentümer bewohnen häufig größere Wohnungen, was sich auch aus der Lage und der entsprechenden Platzverfügbarkeit ergibt. Daher soll die Karte der Wohnungsgröße hier direkt anschließen.

Wohnungsgröße

Die durchschnittliche Wohnung in Rheda-Wiedenbrück war 103 Quadratmeter groß.

Freistehende Einfamilienhäuser

Das freistehende Einfamilienhaus erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Dabei wird seine Flächenbilanz und oft die damit einhergehende Generierung von Individualverkehr diskutiert. Entsprechend der für jedes Bundesland typischen Siedlungsstruktur weist dieser Indikator eigene Verteilungen auf.

In Rheda-Wiedenbrück betrug der Anteil der freistehenden Einfamilienhäuser 43,0 %. Das nachstehende Beeswarm Diagramm zeigt, wie dieser Wert bezogen auf alle Gemeinden in Nordrhein-Westfalen einzuordnen ist.

Jeder schwarze Punkt in obiger Abbildung steht für eine Gemeinde. Nur die Anordnung auf der x-Achse, der Einfamilienhaus-Quote, hat eine statistische Bedeutung. Eine Anordnung in vertikaler Richtung dient lediglich dazu, Überlappungen zu vermeiden.

Gebäudealter

In der folgenden Karte werden Baujahre in Mikrozensus-Klassen ausgewiesen und als Tortendiagramm alle 100m eingezeichnet. Leuchtend dargestellt sind die Neubauten, da sie insgesamt in der Minderzahl sind. Es sind aber gerade die Baujahre 1950 bis 1990, die in Bezug auf die energetische Sanierung oft den größten Anteil haben.

Eine Sonderstellung nehmen die Gründerzeitbauten oder noch ältere Gebäude (vor 1919 errichtet) ein, die einerseits für hohe Heizkosten stehen können, schwierig zu dämmen sind und doch teilweise sehr beliebt. An ihnen lässt sich darüber hinaus der Beginn der Siedlungsentwicklung ablesen.

Während dieser Epochen sind die 11.902 Gebäude mit Wohnraum in Rheda-Wiedenbrück anteilig errichtet worden:

5,5 % Vor 1919
8,3 % 1919 bis 1948
39,2 % 1949 bis 1978
11,6 % 1979 bis 1990
18,1 % 1991 bis 2000
9,4 % 2001 bis 2010
6,7 % 2011 bis 2019
1,2 % 2020 und später

Wohnungsleerstand

Für Wohnungssuchende mögen 564 leer stehende Wohnungen (2,5 %) in Rheda-Wiedenbrück interessant klingen. Nicht immer haben diese jedoch die benötigten Eigenschaften und somit kann Wohnungsleerstand auch auf Problemgebiete oder anstehende Sanierungen hinweisen (Grund und Dauer von Leerstand). Auch hier ergibt die kleinräumige Karte Aufschluss über innergemeindliche Unterschiede.

Beim Überfahren der Karte mit der Maus zeigt ein Tooltip die spezifischen Werte je 100m Gitterzelle. Werte in Klammern weichen aufgrund des Geheimhaltungsverfahrens in größerem Maße von den Originalwerten ab und sind daher weniger belastbar.

Wie und womit geheizt wird

Steigende Energiepreise und klimapolitische Maßnahmen haben in den vergangenen Jahrzehnten die Wahl der Heizung und ihres Energieträgers bestimmt. Außerdem gab es über die Jahre hinweg ein unterschiedlich starkes Baugeschehen. Dies sollen die folgenden Marimekko Diagramme verdeutlichen.

Dabei ist die Darstellung nach Gebäuden für Fragen der Infrastruktur wie Fernwärmeleitungen von Interesse, die Zahl der Wohnungen lässt aber erst Rückschlüsse auf die Menge der betroffenen Haushalte zu.

Energieträger der Heizung nach Baujahrzehnten

Ausgezählt für die 11.902 Gebäude mit Wohnraum in Rheda-Wiedenbrück

Energieträger der Heizung nach Baujahrzehnten

Ausgezählt für die 22.366 Wohnungen in Rheda-Wiedenbrück

Lesehilfe: Bei diesem Säulendiagramm variiert auch die Breite der Säulen. Damit werden die in der jeweiligen Epoche fertiggestellten Einheiten abgebildet.

Wie Rom wurde auch Rheda-Wiedenbrück nicht an einem Tag erbaut und so verteilen sich die Heizungsarten und ihre Energieträger über das Gebiet sehr unterschiedlich. Gerade Fernwärme tritt dabei nicht vereinzelt auf, sondern dominiert in einzelnen – meist zur selben Zeit errichteten – Quartieren. Während die Nutzenden von Fernwärme keine individuelle Wahl des Energieträgers haben, verhält sich dies bei Zentralheizungen in Einfamilienhäusern anders. Zwei Karten zeigen detailliert die räumliche Verteilung (Auflösung 100m).

Energieträger der Heizung

Die 22.366 Wohnungen in Rheda-Wiedenbrück wurden im Mai 2022 mit folgenden Energieträgern anteilig beheizt:

73,4 % Gas
17,7 % Heizöl
3,4 % Erneuerbare (Solar, Geothermie, Wärmepumpen)
1,4 % Fernwärme (versch. Energieträger)

In einzelnen Straßenzügen oder Quartieren – hier dargestellt durch ein Tortendiagramm alle 100 Meter – können die Anteile vom Gemeindemittel naturgemäß abweichen, wie die Karte zeigt.

Überwiegende Heizungsart

Die Heizungsart kann darüber informieren, mit welchen Aufwänden bei einer Modernisierung oder Umstellung des Energieträgers gerechnet werden muss und bei wem die Kosten dafür anfallen.

Zentral-, Etagen-, oder Fernheizung.

War das alles?

Nein.

Aktuell enthält die Zensusdatenbank Tabellen mit Ergebnissen für den Stichtag 15. Mai 2022. In vielen Tabellen lassen sich Merkmalskombinationen variieren, sodass sich eine noch viel größere Zahl an Auswertungen ergibt. Schließlich sind fast alle Tabellen für Bund, Länder, Regierungsbezirke, Landkreise bzw. kreisfreie Städte, Gemeindeverbände und Gemeinden sowie Stadtbezirke (Berlin und Hamburg) verfügbar.

Sehen Sie selbst, per Klick gelangen Sie in einem neuen Fenster direkt zur gewünschten Tabelle der Zensusdatenbank: