Frankfurt am Main, Stadt

Frankfurt am Main, Stadt

Frankfurt am Main ist eine Gemeinde in Hessen und Kreisfreie Stadt. Am 15. Mai 2022 (Zensusstichtag) hatte Frankfurt am Main 743.268 Einwohner („Amtliche Einwohnerzahl“). Unter den 100 größten Städten Deutschlands nimmt Frankfurt am Main damit Platz 5 ein.

Die folgende Karte zeigt mit einer Auflösung von 100 Metern, wie sich die Einwohnerzahl auf das Gemeindegebiet kleinräumig verteilt. Jedes Kreissymbol steht ungefähr für die Fläche eines Fußballfeldes.

Einwohnerzahl (absolut)

Die Daten für diese und die weiteren Karten stehen für Gitterweiten von 10km, 1km und 100m auf der amtlichen Seite zensus2022.de zur freien Verfügung.

Regionalvergleich, Verwaltungsgliederung

ARS Name Einwohner Ew/qkm
064130000000 Offenbach am Main, Stadt 129.479 2.885
064110000000 Darmstadt, Wissenschaftsstadt 161.767 1.325
066110000000 Kassel, documenta-Stadt 195.012 1.826
064140000000 Wiesbaden, Landeshauptstadt 284.260 1.394
064120000000 Frankfurt am Main, Stadt 743.268 2.993
06 Hessen 6.207.278
DG Deutschland 82.719.540

Altersaufbau

Die Bevölkerungspyramide zeigt den Altersaufbau für Frankfurt am Main im Jahr 2022. Darüber gelegt (soweit vorhanden) ist die Altersstruktur von 2011. Die Animation verdeutlicht, wie die am Ort gebliebene Bevölkerung in diesem Zeitraum von elf Jahren gealtert und sprichwörtlich durch den Altersbaum gewachsen ist.

Die Alterspyramide für die Gemeinde Frankfurt am Main zeigt die absoluten Einwohnerzahlen nach Geschlecht für alle Altersjahre von 0 bis 100 an.

Einzelne Quartiere innerhalb der Gemeinde haben mitunter eine ganz andere Altersverteilung. Die Karte Seniorenanteil zeigt für 100m Gitterzellen diese räumliche Verteilung auch über die Grenzen der Gemeinde hinaus.

Bevölkerungsanteil ab 65 Jahren

Staatsangehörigkeiten

Am 15. Mai 2022 besaßen in Frankfurt am Main 71,7 % der Einwohner die deutsche Staatsangehörigkeit. Die 10 häufigsten ausländischen Staatsangehörigkeiten in Frankfurt am Main sind:

Staatsangehörigkeit Personen % Bund %
Türkei 22.447 3,0 1,6
Kroatien 14.817 2,0 0,5
Italien 13.904 1,9 0,7
Polen 9.748 1,3 0,9
Rumänien 9.473 1,3 0,9
Serbien 8.116 1,1 0,3
Indien 7.788 1,0 0,2
Bulgarien 7.434 1,0 0,4
Spanien 7.250 1,0 0,2
Ukraine 5.892 0,8 0,8

Weitere Aufgliederungen der Staatsangehörigkeit finden sich in der Zensusdatenbank, z.B. nach Alter (10er-Jahresgruppen), Geschlecht und Familienstand, um nur einige zu nennen.

Geburtsländer

In Frankfurt am Main wurden 64,5 % der Einwohner in Deutschland geboren. Die 10 häufigsten ausländischen Geburtsländer in Frankfurt am Main waren zum Stichtag:

Geburtsland Personen % Bund %
Türkei 22.855 3,1 1,6
Polen 17.298 2,3 2,2
Marokko 12.092 1,6 0,2
Italien 10.069 1,4 0,5
Bosnien und Herzegowina 9.908 1,3 0,3
Rumänien 9.405 1,3 1,1
Indien 9.040 1,2 0,2
Serbien 8.781 1,2 0,3
Kroatien 8.523 1,1 0,3
Afghanistan 8.356 1,1 0,4

Die Zensusdatenbank bietet überdies Auswertungen zu Geburtsländern u.a. nach Alter (Jahresschritte) oder Geschlecht an.

Neu hier oder alteingesessen – wie lange Haushalte am Ort wohnen

Die Wohndauer basiert auf dem Einzugsjahr der Person, die am längsten in der Wohnung oder dem Einfamilienhaus wohnt. Im Balkendiagramm wird die Wohndauer in Jahren für Frankfurt am Main der Verteilung für Deutschland gegenübergestellt.

Wenn Ihre Gemeinde nicht repräsentativ ist, können Sie in der Zensusdatenbank die Werte für Landkreise und kreisfreie Städte abrufen. Entweder direkt in Tabelle 5000H-1008, aus der sich obiges Diagramm speist, oder in der Kombination mit dem Merkmal Miete der Wohnung.

Große und kleine Familien

Im Balkendiagramm wird die Größe der Kernfamilie dargestellt, und zwar für Frankfurt am Main im Vergleich zu Hessen und Deutschland

In der Zensusdatenbank stehen zum Thema Familien 26 Tabellen bereit, die jeweils unterschiedlich konfiguriert werden können.

Mietpreise

Im Schnitt betrug die Nettokaltmiete in Frankfurt am Main am Stichtag 10,58 €/qm. Unter den 100 teuersten Gemeinden Deutschlands nimmt Frankfurt am Main damit Platz 66 ein. Bezogen auf die teuersten Gemeinden in Hessen ist Frankfurt am Main die Nummer 1.

Die Höhe der Miete hängt von vielen Merkmalen ab (Baujahr, Modernisierung, Größe, Ausstattung, Nachfrage, Altverträge vs. Neuvermietung). Gerne sprechen Makler aber auch von den drei Faktoren: Lage, Lage, Lage. Diese ist mit dem Zensus nicht zu erfassen, es lassen sich aber Rückschlüsse durch die kleinräumige Kartierung der Quadratmetermiete im 100m-Gitter ziehen.

Nettokaltmiete

Mietniveau in den Nachbargemeinden

In der Tabelle werden die 15 benachbarten Gemeinden von Frankfurt am Main nach den Mietpreisen absteigend sortiert. Angegeben ist die durchschnittliche Nettokaltmiete in Euro je Quadratmeter aus bestehenden Mietverträgen (Stichtag 15. Mai 2022). Diese liegt im Allgemeinen deutlich unter den Werten, die Immobilienportale für Neuvermietungen ausweisen.

ARS Name €/qm Vermietete Whg. Leer­stehend Einwohner
064120000000 Frankfurt am Main, Stadt 10,58 312.915 12.893 743.268
064360001001 Bad Soden am Taunus, Stadt 10,22 6.018 400 23.242
064360003003 Eschborn, Stadt 10,14 6.184 361 21.663
064360010010 Liederbach am Taunus 9,82 1.801 127 8.545
064360012012 Sulzbach (Taunus) 9,81 2.435 170 8.847
064400003003 Bad Vilbel, Stadt 9,77 8.972 602 34.955
064330007007 Kelsterbach, Stadt 9,62 5.252 264 15.811
064380009009 Neu-Isenburg, Stadt 9,48 13.276 699 36.531
064360009009 Kriftel 9,36 2.669 132 11.137
064340006006 Kronberg im Taunus, Stadt 9,13 5.185 293 18.454
064380006006 Langen (Hessen), Stadt 8,83 11.052 669 37.169
064360011011 Schwalbach am Taunus, Stadt 8,79 4.123 223 15.359
064130000000 Offenbach am Main, Stadt 8,76 50.059 2.491 129.479
064380002002 Dreieich, Stadt 8,75 10.743 835 41.535
064360005005 Hattersheim am Main, Stadt 8,75 7.245 500 28.016
064340010010 Steinbach (Taunus), Stadt 7,79 2.886 225 10.714

In Umlandgemeinden und ländlichen Gebieten ist der Anteil der selbst genutzten Einfamilienhäuser oft hoch, sodass bei den durchschnittlichen Mietpreisen auch in Betracht gezogen werden sollte, wieviele Mietwohnungen es in der Gemeinde überhaupt gibt.

Eigentümerquote

Deutschland ist im europäischen Vergleich ein Land der Mieterinnen und Mieter. Die Eigentümerquote variiert aber stark zwischen Stadt und Land sowie Ost und West. Für die Gemeinde Frankfurt am Main betrug sie 20,1 %. Dieser Wert sagt etwas aus über die Art der Wohnungsverfügbarkeit. Für die Kommune bedeutet das Wohnen in den eigenen vier Wänden weniger Fluktuation. Schließlich kann diese Kennzahl Anhaltspunkte für die finanzielle Absicherung im Alter geben.

Vor allem in Städten gibt es ein starkes Gefälle von hohen Eigentumsquoten am Rand und deutlich niedrigeren Werten in den Zentren. Das genaue Bild in Frankfurt am Main zeigt die folgende Karte.

Eigentümerinnen und Eigentümer bewohnen häufig größere Wohnungen, was sich auch aus der Lage und der entsprechenden Platzverfügbarkeit ergibt. Daher soll die Karte der Wohnungsgröße hier direkt anschließen.

Wohnungsgröße

Die durchschnittliche Wohnung in Frankfurt am Main war 74 Quadratmeter groß.

Freistehende Einfamilienhäuser

Das freistehende Einfamilienhaus erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Dabei wird seine Flächenbilanz und oft die damit einhergehende Generierung von Individualverkehr diskutiert. Entsprechend der für jedes Bundesland typischen Siedlungsstruktur weist dieser Indikator eigene Verteilungen auf.

In Frankfurt am Main betrug der Anteil der freistehenden Einfamilienhäuser 9,4 %. Das nachstehende Beeswarm Diagramm zeigt, wie dieser Wert bezogen auf alle Gemeinden in Hessen einzuordnen ist.

Jeder schwarze Punkt in obiger Abbildung steht für eine Gemeinde. Nur die Anordnung auf der x-Achse, der Einfamilienhaus-Quote, hat eine statistische Bedeutung. Eine Anordnung in vertikaler Richtung dient lediglich dazu, Überlappungen zu vermeiden.

Gebäudealter

In der folgenden Karte werden Baujahre in Mikrozensus-Klassen ausgewiesen und als Tortendiagramm alle 100m eingezeichnet. Leuchtend dargestellt sind die Neubauten, da sie insgesamt in der Minderzahl sind. Es sind aber gerade die Baujahre 1950 bis 1990, die in Bezug auf die energetische Sanierung oft den größten Anteil haben.

Eine Sonderstellung nehmen die Gründerzeitbauten oder noch ältere Gebäude (vor 1919 errichtet) ein, die einerseits für hohe Heizkosten stehen können, schwierig zu dämmen sind und doch teilweise sehr beliebt. An ihnen lässt sich darüber hinaus der Beginn der Siedlungsentwicklung ablesen.

Während dieser Epochen sind die 80.679 Gebäude mit Wohnraum in Frankfurt am Main anteilig errichtet worden:

18,9 % Vor 1919
17,2 % 1919 bis 1948
38,3 % 1949 bis 1978
6,6 % 1979 bis 1990
5,2 % 1991 bis 2000
7,7 % 2001 bis 2010
5,5 % 2011 bis 2019
0,7 % 2020 und später

Wohnungsleerstand

Für Wohnungssuchende mögen 12.893 leer stehende Wohnungen (3,2 %) in Frankfurt am Main interessant klingen. Nicht immer haben diese jedoch die benötigten Eigenschaften und somit kann Wohnungsleerstand auch auf Problemgebiete oder anstehende Sanierungen hinweisen (Grund und Dauer von Leerstand). Auch hier ergibt die kleinräumige Karte Aufschluss über innergemeindliche Unterschiede.

Beim Überfahren der Karte mit der Maus zeigt ein Tooltip die spezifischen Werte je 100m Gitterzelle. Werte in Klammern weichen aufgrund des Geheimhaltungsverfahrens in größerem Maße von den Originalwerten ab und sind daher weniger belastbar.

Wie und womit geheizt wird

Steigende Energiepreise und klimapolitische Maßnahmen haben in den vergangenen Jahrzehnten die Wahl der Heizung und ihres Energieträgers bestimmt. Außerdem gab es über die Jahre hinweg ein unterschiedlich starkes Baugeschehen. Dies sollen die folgenden Marimekko Diagramme verdeutlichen.

Dabei ist die Darstellung nach Gebäuden für Fragen der Infrastruktur wie Fernwärmeleitungen von Interesse, die Zahl der Wohnungen lässt aber erst Rückschlüsse auf die Menge der betroffenen Haushalte zu.

Energieträger der Heizung nach Baujahrzehnten

Ausgezählt für die 80.679 Gebäude mit Wohnraum in Frankfurt am Main

Energieträger der Heizung nach Baujahrzehnten

Ausgezählt für die 402.826 Wohnungen in Frankfurt am Main

Lesehilfe: Bei diesem Säulendiagramm variiert auch die Breite der Säulen. Damit werden die in der jeweiligen Epoche fertiggestellten Einheiten abgebildet.

Wie Rom wurde auch Frankfurt am Main nicht an einem Tag erbaut und so verteilen sich die Heizungsarten und ihre Energieträger über das Gebiet sehr unterschiedlich. Gerade Fernwärme tritt dabei nicht vereinzelt auf, sondern dominiert in einzelnen – meist zur selben Zeit errichteten – Quartieren. Während die Nutzenden von Fernwärme keine individuelle Wahl des Energieträgers haben, verhält sich dies bei Zentralheizungen in Einfamilienhäusern anders. Zwei Karten zeigen detailliert die räumliche Verteilung (Auflösung 100m).

Energieträger der Heizung

Die 402.826 Wohnungen in Frankfurt am Main wurden im Mai 2022 mit folgenden Energieträgern anteilig beheizt:

75,4 % Gas
6,6 % Heizöl
0,6 % Erneuerbare (Solar, Geothermie, Wärmepumpen)
15,4 % Fernwärme (versch. Energieträger)

In einzelnen Straßenzügen oder Quartieren – hier dargestellt durch ein Tortendiagramm alle 100 Meter – können die Anteile vom Gemeindemittel naturgemäß abweichen, wie die Karte zeigt.

Überwiegende Heizungsart

Die Heizungsart kann darüber informieren, mit welchen Aufwänden bei einer Modernisierung oder Umstellung des Energieträgers gerechnet werden muss und bei wem die Kosten dafür anfallen.

Zentral-, Etagen-, oder Fernheizung.

War das alles?

Nein.

Aktuell enthält die Zensusdatenbank Tabellen mit Ergebnissen für den Stichtag 15. Mai 2022. In vielen Tabellen lassen sich Merkmalskombinationen variieren, sodass sich eine noch viel größere Zahl an Auswertungen ergibt. Schließlich sind fast alle Tabellen für Bund, Länder, Regierungsbezirke, Landkreise bzw. kreisfreie Städte, Gemeindeverbände und Gemeinden sowie Stadtbezirke (Berlin und Hamburg) verfügbar.

Sehen Sie selbst, per Klick gelangen Sie in einem neuen Fenster direkt zur gewünschten Tabelle der Zensusdatenbank: