Mannheim, Universitätsstadt

Mannheim, Universitätsstadt

Mannheim ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und Kreisfreie Stadt. Am 15. Mai 2022 (Zensusstichtag) hatte Mannheim 313.693 Einwohner („Amtliche Einwohnerzahl“). Unter den 100 größten Städten Deutschlands nimmt Mannheim damit Platz 20 ein.

Die folgende Karte zeigt mit einer Auflösung von 100 Metern, wie sich die Einwohnerzahl auf das Gemeindegebiet kleinräumig verteilt. Jedes Kreissymbol steht ungefähr für die Fläche eines Fußballfeldes.

Einwohnerzahl (absolut)

Die Daten für diese und die weiteren Karten stehen für Gitterweiten von 10km, 1km und 100m auf der amtlichen Seite zensus2022.de zur freien Verfügung.

Regionalvergleich, Verwaltungsgliederung

ARS Name Einwohner Ew/qkm
082110000000 Baden-Baden, Stadt 55.887 399
084210000000 Ulm, Universitätsstadt 127.116 1.071
081210000000 Heilbronn, Universitätsstadt 128.303 1.284
082310000000 Pforzheim, Stadt 133.110 1.358
082210000000 Heidelberg, Stadt 153.809 1.413
083110000000 Freiburg im Breisgau, Stadt 233.040 1.523
082120000000 Karlsruhe, Stadt 305.408 1.761
082220000000 Mannheim, Universitätsstadt 313.693 2.164
081110000000 Stuttgart, Landeshauptstadt 610.458 2.944
08 Baden-Württemberg 11.104.040
DG Deutschland 82.719.540

Altersaufbau

Die Bevölkerungspyramide zeigt den Altersaufbau für Mannheim im Jahr 2022. Darüber gelegt (soweit vorhanden) ist die Altersstruktur von 2011. Die Animation verdeutlicht, wie die am Ort gebliebene Bevölkerung in diesem Zeitraum von elf Jahren gealtert und sprichwörtlich durch den Altersbaum gewachsen ist.

Die Alterspyramide für die Gemeinde Mannheim zeigt die absoluten Einwohnerzahlen nach Geschlecht für alle Altersjahre von 0 bis 100 an.

Einzelne Quartiere innerhalb der Gemeinde haben mitunter eine ganz andere Altersverteilung. Die Karte Seniorenanteil zeigt für 100m Gitterzellen diese räumliche Verteilung auch über die Grenzen der Gemeinde hinaus.

Bevölkerungsanteil ab 65 Jahren

Staatsangehörigkeiten

Am 15. Mai 2022 besaßen in Mannheim 73,8 % der Einwohner die deutsche Staatsangehörigkeit. Die 10 häufigsten ausländischen Staatsangehörigkeiten in Mannheim sind:

Staatsangehörigkeit Personen % Bund %
Türkei 14.857 4,7 1,6
Italien 7.496 2,4 0,7
Bulgarien 6.347 2,0 0,4
Polen 5.694 1,8 0,9
Rumänien 5.502 1,8 0,9
Kroatien 4.695 1,5 0,5
Griechenland 3.014 1,0 0,4
Ukraine 2.950 0,9 0,8
Syrien 2.034 0,6 1,0
Indien 1.952 0,6 0,2

Weitere Aufgliederungen der Staatsangehörigkeit finden sich in der Zensusdatenbank, z.B. nach Alter (10er-Jahresgruppen), Geschlecht und Familienstand, um nur einige zu nennen.

Geburtsländer

In Mannheim wurden 68,5 % der Einwohner in Deutschland geboren. Die 10 häufigsten ausländischen Geburtsländer in Mannheim waren zum Stichtag:

Geburtsland Personen % Bund %
Türkei 13.696 4,4 1,6
Polen 11.385 3,6 2,2
Rumänien 7.134 2,3 1,1
Bulgarien 5.840 1,9 0,4
Italien 5.376 1,7 0,5
Russische Föderation 3.606 1,1 1,3
Ukraine 3.325 1,1 0,9
Bosnien und Herzegowina 2.761 0,9 0,3
Kroatien 2.644 0,8 0,3
Griechenland 2.419 0,8 0,3

Die Zensusdatenbank bietet überdies Auswertungen zu Geburtsländern u.a. nach Alter (Jahresschritte) oder Geschlecht an.

Neu hier oder alteingesessen – wie lange Haushalte am Ort wohnen

Die Wohndauer basiert auf dem Einzugsjahr der Person, die am längsten in der Wohnung oder dem Einfamilienhaus wohnt. Im Balkendiagramm wird die Wohndauer in Jahren für Mannheim der Verteilung für Deutschland gegenübergestellt.

Wenn Ihre Gemeinde nicht repräsentativ ist, können Sie in der Zensusdatenbank die Werte für Landkreise und kreisfreie Städte abrufen. Entweder direkt in Tabelle 5000H-1008, aus der sich obiges Diagramm speist, oder in der Kombination mit dem Merkmal Miete der Wohnung.

Große und kleine Familien

Im Balkendiagramm wird die Größe der Kernfamilie dargestellt, und zwar für Mannheim im Vergleich zu Baden-Württemberg und Deutschland

In der Zensusdatenbank stehen zum Thema Familien 26 Tabellen bereit, die jeweils unterschiedlich konfiguriert werden können.

Mietpreise

Im Schnitt betrug die Nettokaltmiete in Mannheim am Stichtag 8,39 €/qm.

Die Höhe der Miete hängt von vielen Merkmalen ab (Baujahr, Modernisierung, Größe, Ausstattung, Nachfrage, Altverträge vs. Neuvermietung). Gerne sprechen Makler aber auch von den drei Faktoren: Lage, Lage, Lage. Diese ist mit dem Zensus nicht zu erfassen, es lassen sich aber Rückschlüsse durch die kleinräumige Kartierung der Quadratmetermiete im 100m-Gitter ziehen.

Nettokaltmiete

Mietniveau in den Nachbargemeinden

In der Tabelle werden die 15 benachbarten Gemeinden von Mannheim nach den Mietpreisen absteigend sortiert. Angegeben ist die durchschnittliche Nettokaltmiete in Euro je Quadratmeter aus bestehenden Mietverträgen (Stichtag 15. Mai 2022). Diese liegt im Allgemeinen deutlich unter den Werten, die Immobilienportale für Neuvermietungen ausweisen.

ARS Name €/qm Vermietete Whg. Leer­stehend Einwohner
082220000000 Mannheim, Universitätsstadt 8,39 120.990 7.792 313.693
082260084084 Schwetzingen, Stadt 8,06 7.117 402 21.732
082260038038 Ladenburg, Stadt 7,92 3.161 216 12.371
082260036036 Ilvesheim 7,82 1.962 179 9.253
082260107107 Hirschberg an der Bergstraße 7,65 2.332 223 9.642
082260009009 Brühl 7,55 3.204 274 14.279
082260105105 Edingen-Neckarhausen 7,43 3.511 292 14.365
073380017017 Limburgerhof 7,35 2.353 215 11.551
073140000000 Ludwigshafen am Rhein, Stadt 7,31 55.084 2.906 172.889
082260028028 Heddesheim 7,22 2.954 208 12.127
073385008001 Altrip 7,18 1.189 136 7.655
073110000000 Frankenthal (Pfalz), Stadt 7,12 12.286 789 47.992
064310020020 Viernheim, Stadt 7,09 9.407 466 34.252
073385008026 Waldsee 6,78 1.153 110 6.078
064310013013 Lampertheim, Stadt 6,77 6.765 476 32.058
073385008020 Neuhofen 6,74 1.302 115 7.017

In Umlandgemeinden und ländlichen Gebieten ist der Anteil der selbst genutzten Einfamilienhäuser oft hoch, sodass bei den durchschnittlichen Mietpreisen auch in Betracht gezogen werden sollte, wieviele Mietwohnungen es in der Gemeinde überhaupt gibt.

Eigentümerquote

Deutschland ist im europäischen Vergleich ein Land der Mieterinnen und Mieter. Die Eigentümerquote variiert aber stark zwischen Stadt und Land sowie Ost und West. Für die Gemeinde Mannheim betrug sie 27,5 %. Dieser Wert sagt etwas aus über die Art der Wohnungsverfügbarkeit. Für die Kommune bedeutet das Wohnen in den eigenen vier Wänden weniger Fluktuation. Schließlich kann diese Kennzahl Anhaltspunkte für die finanzielle Absicherung im Alter geben.

Vor allem in Städten gibt es ein starkes Gefälle von hohen Eigentumsquoten am Rand und deutlich niedrigeren Werten in den Zentren. Das genaue Bild in Mannheim zeigt die folgende Karte.

Eigentümerinnen und Eigentümer bewohnen häufig größere Wohnungen, was sich auch aus der Lage und der entsprechenden Platzverfügbarkeit ergibt. Daher soll die Karte der Wohnungsgröße hier direkt anschließen.

Wohnungsgröße

Die durchschnittliche Wohnung in Mannheim war 80 Quadratmeter groß.

Freistehende Einfamilienhäuser

Das freistehende Einfamilienhaus erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Dabei wird seine Flächenbilanz und oft die damit einhergehende Generierung von Individualverkehr diskutiert. Entsprechend der für jedes Bundesland typischen Siedlungsstruktur weist dieser Indikator eigene Verteilungen auf.

In Mannheim betrug der Anteil der freistehenden Einfamilienhäuser 11,8 %. Das nachstehende Beeswarm Diagramm zeigt, wie dieser Wert bezogen auf alle Gemeinden in Baden-Württemberg einzuordnen ist.

Jeder schwarze Punkt in obiger Abbildung steht für eine Gemeinde. Nur die Anordnung auf der x-Achse, der Einfamilienhaus-Quote, hat eine statistische Bedeutung. Eine Anordnung in vertikaler Richtung dient lediglich dazu, Überlappungen zu vermeiden.

Gebäudealter

In der folgenden Karte werden Baujahre in Mikrozensus-Klassen ausgewiesen und als Tortendiagramm alle 100m eingezeichnet. Leuchtend dargestellt sind die Neubauten, da sie insgesamt in der Minderzahl sind. Es sind aber gerade die Baujahre 1950 bis 1990, die in Bezug auf die energetische Sanierung oft den größten Anteil haben.

Eine Sonderstellung nehmen die Gründerzeitbauten oder noch ältere Gebäude (vor 1919 errichtet) ein, die einerseits für hohe Heizkosten stehen können, schwierig zu dämmen sind und doch teilweise sehr beliebt. An ihnen lässt sich darüber hinaus der Beginn der Siedlungsentwicklung ablesen.

Während dieser Epochen sind die 43.095 Gebäude mit Wohnraum in Mannheim anteilig errichtet worden:

11,1 % Vor 1919
19,4 % 1919 bis 1948
38,9 % 1949 bis 1978
12,7 % 1979 bis 1990
7,8 % 1991 bis 2000
4,7 % 2001 bis 2010
4,2 % 2011 bis 2019
1,3 % 2020 und später

Wohnungsleerstand

Für Wohnungssuchende mögen 7.792 leer stehende Wohnungen (4,5 %) in Mannheim interessant klingen. Nicht immer haben diese jedoch die benötigten Eigenschaften und somit kann Wohnungsleerstand auch auf Problemgebiete oder anstehende Sanierungen hinweisen (Grund und Dauer von Leerstand). Auch hier ergibt die kleinräumige Karte Aufschluss über innergemeindliche Unterschiede.

Beim Überfahren der Karte mit der Maus zeigt ein Tooltip die spezifischen Werte je 100m Gitterzelle. Werte in Klammern weichen aufgrund des Geheimhaltungsverfahrens in größerem Maße von den Originalwerten ab und sind daher weniger belastbar.

Wie und womit geheizt wird

Steigende Energiepreise und klimapolitische Maßnahmen haben in den vergangenen Jahrzehnten die Wahl der Heizung und ihres Energieträgers bestimmt. Außerdem gab es über die Jahre hinweg ein unterschiedlich starkes Baugeschehen. Dies sollen die folgenden Marimekko Diagramme verdeutlichen.

Dabei ist die Darstellung nach Gebäuden für Fragen der Infrastruktur wie Fernwärmeleitungen von Interesse, die Zahl der Wohnungen lässt aber erst Rückschlüsse auf die Menge der betroffenen Haushalte zu.

Energieträger der Heizung nach Baujahrzehnten

Ausgezählt für die 43.095 Gebäude mit Wohnraum in Mannheim

Energieträger der Heizung nach Baujahrzehnten

Ausgezählt für die 172.570 Wohnungen in Mannheim

Lesehilfe: Bei diesem Säulendiagramm variiert auch die Breite der Säulen. Damit werden die in der jeweiligen Epoche fertiggestellten Einheiten abgebildet.

Wie Rom wurde auch Mannheim nicht an einem Tag erbaut und so verteilen sich die Heizungsarten und ihre Energieträger über das Gebiet sehr unterschiedlich. Gerade Fernwärme tritt dabei nicht vereinzelt auf, sondern dominiert in einzelnen – meist zur selben Zeit errichteten – Quartieren. Während die Nutzenden von Fernwärme keine individuelle Wahl des Energieträgers haben, verhält sich dies bei Zentralheizungen in Einfamilienhäusern anders. Zwei Karten zeigen detailliert die räumliche Verteilung (Auflösung 100m).

Energieträger der Heizung

Die 172.570 Wohnungen in Mannheim wurden im Mai 2022 mit folgenden Energieträgern anteilig beheizt:

27,0 % Gas
6,4 % Heizöl
0,7 % Erneuerbare (Solar, Geothermie, Wärmepumpen)
63,2 % Fernwärme (versch. Energieträger)

In einzelnen Straßenzügen oder Quartieren – hier dargestellt durch ein Tortendiagramm alle 100 Meter – können die Anteile vom Gemeindemittel naturgemäß abweichen, wie die Karte zeigt.

Überwiegende Heizungsart

Die Heizungsart kann darüber informieren, mit welchen Aufwänden bei einer Modernisierung oder Umstellung des Energieträgers gerechnet werden muss und bei wem die Kosten dafür anfallen.

Zentral-, Etagen-, oder Fernheizung.

War das alles?

Nein.

Aktuell enthält die Zensusdatenbank Tabellen mit Ergebnissen für den Stichtag 15. Mai 2022. In vielen Tabellen lassen sich Merkmalskombinationen variieren, sodass sich eine noch viel größere Zahl an Auswertungen ergibt. Schließlich sind fast alle Tabellen für Bund, Länder, Regierungsbezirke, Landkreise bzw. kreisfreie Städte, Gemeindeverbände und Gemeinden sowie Stadtbezirke (Berlin und Hamburg) verfügbar.

Sehen Sie selbst, per Klick gelangen Sie in einem neuen Fenster direkt zur gewünschten Tabelle der Zensusdatenbank: